20. Salam Orient Festival

21.03 - 06.04.2022 in Wien

Von 21. März bis 6. April 2022 feiert Salam Orient seine 20. Ausgabe. Pandemie bedingt mit etwas Verzögerung, denn letztes Jahr wurde das Festival von seinem üblichen Zeitraum im Oktober auf das Frühjahr 2022 verlegt. Abgesehen vom neuen Zeitraum präsentiert sich Salam Orient aber in gewohnter Manier mit einer großen Bandbreite an Musik und wie bereits in der letzten Ausgabe 2020 erstmals eingeführt, wird es auch dieses Jahr eine Künstlerresidenz für Bildende Kunst in Kooperation mit dem Kunstraum philomena+ geben. Die Literaturschiene ist mit den „Arabischen Literaturtagen“ - kuratiert vom Schriftsteller Hamed Abboud - diesmal auch international ausgerichtet. Der diesjährige Themenschwerpunkt, der die Länder der Sahara beleuchtet, erlaubt darüber hinaus einen interessanten Blick in Regionen, die nur selten in der Öffentlichkeit stehen.

Der Bildende Künstler Abdessamad El Montassir beschäftigt sich in seinen feinfühligen Arbeiten mit der komplexen sozio-politischen Geschichte seiner Heimat, der Sahara im südlichen Marokko. Abseits der Konflikte, die allzu oft die Beziehungen zwischen den benachbarten Sahara-Ländern bestimmen, bringen die vier außergewöhnlichen Sängerinnen Noura Mint Seymali, Malika Zarra, Souad Asla und Dighya Mohammad mit „Les Sahariennes“ ihr gemeinsames musikalisches Erbe seit vergangenem Jahr auf die öffentlichen Bühnen, um ihre Solidarität zu bekräftigen und geeint gegen die Schwierigkeiten der Geopolitik einzutreten. Auch die Sängerin und Musikerin Marema, die seit kurzem in Wien lebt, soziale Themen in ihren Liedern und Bab L’Bluz gehört einer jungen Generation marokkanischer Künstler/innen an, die im marokkanisch-arabischen Darija-Dialekt Worte der Freiheit singen. Hinter der neuen Formation Bedouin Burger steckt das kongeniale Duo Lynn Adib aus Syrien und Zeid Hamdan aus dem Libanon. Es ist ein einzigartiger Sound, der Akustik und Elektronik, Ost und West überspannt und den Weg für weitere Erkundungen ebnet. Die Idee zum neuen Projekt HŪM entstand, als der Sänger und Musiker Omid Darvish gemeinsam mit der Elektronik-Musikerin Rojin Sharafi und der Jazz-Saxophonistin Astrid Wiesinger die vielfältige iranische Tanzmusikkultur ergründete, die sie nun wieder ihrer wahren Bestimmung zuführen: dem Tanz. Die international bekannte Kanun-Virtuosin und Komponistin Sofia Labropoulou, die seit kurzem in Wien lebt, präsentiert mit ihrem neuen Album eine wunderbare Verschmelzung von griechischer und mediterraner Volksmusik, klassischer osmanischer- und Mittelalterlicher Musik als auch experimenteller und moderner Musik.

Festivalinformationen:
Web: salam-orient.at
Facebook: salamorientwien


Text: GAMÜKL-Gabriele Müller-Klomfar
Foto: Bab L´Bluz © David Ducon

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