Collection on Screen: DAS GROTESKE

ausgewählt von Norbert Pfaffenbichler...

Mit Herbst 2021 startete das Österreichische Filmmuseum die neue Reihe Collection on Screen, die sich anhand der eigenen Sammlung jeden Sonntag mit Filmgeschichte auseinandersetzt.

Das Groteske ist eine kuratierte Zusammenstellung von Filmen aus der Sammlung des Österreichischen Filmmuseums, die Norbert Pfaffenbichler im Zuge der Erstellung seines Carte blanche-Programms vorgeschlagen hat.

Das Groteske hat zwei Seiten: einerseits das Komisch-Absurde und andererseits das Monströse und Abstoßende. Beide Seiten des Phänomens werden in diesem Programm ausgiebig gewürdigt. In sämtlichen Filmen, die der Filmemacher Norbert Pfaffenbichler als erster Gast ausgewählt hat, werden die schlimmsten Abgründe des Menschlichen aus unterschiedlichen Epochen der Filmgeschichte beleuchtet.

Ein Programm beinhaltet drei so beeindruckende wie bedrückende Kurzfilme, welchen das Kunststück gelingt, das Surreale mit dem Dokumentarischen zu verbinden. Ein Meister des Gegenwartskinos, Nicolas Winding Refn, trifft auf eines seiner Idole, Kenneth Anger, für dessen psychedelischen Experimentalfilm Mick Jagger den Soundtrack beisteuerte.

Völlig unterschätzte Meisterwerke wie PRAXIS DR. HASENBEIN (1997) und SYNECDOCHE N.Y. (2008) werden neben Monolithen der Geschichte wie GREED (1924) und FAUST (1926) präsentiert. Die köstlichen Geschmacklosigkeiten des "Trash-Papstes" John Waters wurden und werden wohl nirgendwo sonst in einem Programmschwerpunkt mit dem linksintellektuellen Regieduo Dainèle Huillet und Jean-Marie Straub kombiniert, denen – aufgrund ihres extrem spröden Inszenierungsstils – mit KLASSENVERHÄLTNISSE (1984) die wohl einzig gelungene filmische Adaption eines Texts von Franz Kafka zuzuschreiben ist. Der Wahnsinn hat eben unzählige Gesichter. (Norbert Pfaffenbichler)

07. November bis 21. November 2021

Österreichisches Filmmuseum
Augustinerstraße 1
A-1010 Wien

Infos & Tickets:
https://www.filmmuseum.at/


Text: Österreichisches Filmmuseum
Foto: Klassenverhältnisse, 1984, Jean-Marie Straub und Danièle Huillet

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