Die Abenteuer des braven Soldaten Švejk

Nach Jaroslav Hašek

Ein Klassiker des absurden Humors trifft auf das expressive Figurentheater des Schubert Theaters:

Mit „Die Abenteuer des braven Soldaten Švejk“ bringt Regisseurin Martina Gredler einen der bissigsten und gleichzeitig komischsten Romane des 20. Jahrhunderts auf unsere Bühne.

Der Prager Hunde-Händler Švejk, offiziell „idiotisch“, inoffiziell genial, wird mitten in die Wirren des Ersten Weltkriegs geschleudert – und stolpert mit entwaffnender Naivität durch ein System, das sich selbst nicht mehr versteht. Doch hinter der burlesken Oberfläche des berühmten Anti-Helden verbirgt sich eine tiefsinnige Auseinandersetzung mit Autorität, Machtmissbrauch und der Frage, wie man in einer verrückten Welt Mensch bleiben kann.

Inmitten von Chaos, Bürokratie und Krieg ist es gerade Švejks scheinbare Naivität, die uns eine überraschende Form von Transzendenz vor Augen führt: ein Mensch, der sich dem Wahnsinn der Welt mit stoischer Ruhe, absurdem Witz und unbeirrbarer Menschlichkeit entgegenstellt. Švejk entzieht sich allen Zuschreibungen, überwindet die Grenzen zwischen Anpassung und Widerstand – und lässt uns erkennen, dass selbst im Grotesken ein tiefer Sinn liegen kann.

Martina Gredler, die bereits mit “Parterre-Akrobaten” und “Wolkenkuckucksheim” am Schubert Theater für Furore sorgte, bringt auch diesmal ihren unverwechselbaren Stil ein: wild, schrill, liebevoll verdreht – und zugleich voller Mitgefühl für die Abgründe ihrer Figuren. Ihre Arbeit lebt vom Kontrast zwischen Groteske und Emotion, von überraschenden Perspektiven und einer klaren Haltung gegenüber gesellschaftlichen Missständen.

Die Puppen für diese Inszenierung entstehen in enger Zusammenarbeit mit der Textilkünstlerin und Puppenbildnerin Annemarie Arzberger, deren Arbeiten durch Detailverliebtheit und emotionale Ausdruckskraft bestechen. Das Bühnenbild, gestaltet von Claudia Vallant, schafft dafür den nötigen Raum zwischen Tristesse, Militär-Parodie und anarchischer Poesie.

Ein Theaterabend voller absurder Komik und überraschender Menschlichkeit – und ein Klassiker, der aktueller kaum sein könnte.

Eine Produktion des Schubert Theater Wien. unterstützt durch die Stadt Wien und das BMWKMS

18. 12. 2025 (19.30 Uhr) PREMIERE

Weitere Vorstellungen:
19.12. & 20.12.2025 (19.30 Uhr)
21.12.2025 (18.00 Uhr)
14.1. & 15.1. & 16.1.2026 (19.30 Uhr)
26. & 27.3.2026 (19.30 Uhr)

SCHUBERT THEATER
Währinger Straße 46
A-1090 Wien
schuberttheater.at

weitere Infos, Tickets & Reservierung unter:
www.ticketlotse.com


Text: GAMUECKL - Gabriele Müller-Klomfar
Foto: © Julia Braunegger

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