SARGNAGEL - DER FILM

Ein Film von Sabine Hiebler und Gerhard Ertl...

Autorin Stefanie Sargnagel (Autorin Stefanie Sargnagel) sitzt in einer Schulklasse und erzählt von Körperflüssigkeiten, es fallen die Worte „Blut, Schleim, Kotwurst“. Die Schüler:innen wollen trotzdem nur ein Selfie. Warum sehen wir das? Ein Produzent (Thomas Gratzer) hat zwar „die Sargnagel nie gelesen“ aber eine Idee: Ein Film über sie muss her. „Irgendwas mit Feminismus“, „irgendwas mit #metoo“, „der erste weibliche Kabarettfilm“.Ein schlecht bezahltes Kamerateam der Generation Praktikum muss die Sargnagel auf Schritt und Tritt verfolgen, „für das Making-of“.

Wer soll Sargnagel spielen? Hilde Dalik (Hilde Dalik) spricht vor, weil, „das wär genau die Rolle, die ich brauch, damit könnt ich endlich einmal den österreichischen Filmpreis gewinnen“ oder zumindest „endlich zunehmen wie die Zellweger“. Doch dann muss ein neuer Regisseur her und es übernimmt Daliks Lebensgefährte, der Schauspieler Michael Ostrowski (Daliks Lebensgefährte, der Schauspieler Michael Ostrowski) und Streit ist vorprogrammiert. Also spielt doch Sargnagel selbst Sargnagel und ihre beste Freundin Mercedes, die auf diesen feschen Musiker (Voodoo Jürgens) steht, sieht plötzlich verdächtig aus wie Hilde Dalik.

Wir begleiten die Autorin bei Verwandtschaftsbesuchen inklusive Grillerei und Battle- Rap (Sargnagels Mutter spielt Margarethe Tiesel), ins Schmauswaberl zu den wilden Freundinnen, im Gemeindebau bei pöbelnden Buben („Oida, ich fick eure Opas“), besuchen die Büros der Rufnummernauskunft, wo sie einst arbeitete und ihre legendären Facebook-Postings schrieb. Wir sehen sie beim Versuch, das verstopfte Klo metaphorisch zu interpretieren. Erleben sie mürrisch auf Lesereisen zwischen Amstetten und St. Valentin. Das Café Weidinger muss vorkommen, sonst ist ein Film über Stefanie Sargnagel nicht vollständig, lernen ihren Verleger Ilias (David Scheid) und ihren Lebensgefährten, der seinen Topfpflanzen Bussis gibt (Alexander Jagsch) und noch besser nix tun kann als Sargnagel selbst. Sargnagel-Fan Jan Böhmermann (Jan Böhmermann) macht den Talking Head, den jede ordentliche Doku braucht.

Ist das noch echt oder schon Fiktionalisierung? Muss man das Werk von der Autorin trennen? Who the hell cares. Angelehnt an die Bücher „Fitness“ und „Statusmeldungen“ mäandert der Stoff vergnüglich zwischen Beisl und Burnout, erzählt vom Shitstorm und den Konsequenzen, wenn man in Österreich zu Nazis Nazis sagt.

Produziert hat den Film Regisseur Arash T. Riahi („Ein bisschen bleiben wir noch“) mit seiner Firma Golden Girls Film, die Dramaturgie stammt von Claus Philipp. Das Regieduo Sabine Hiebler und Gerhard Ertl kommt ursprünglich aus der Avantgarde und hat sich mit Spielfilmen wie „Anfang 80“ und der Travnicek-Verfilmung „Chucks“ einen Namen gemacht. „A bissl 2007“ ist das, und das passt, chillig, jedenfalls, und „eh cool“. Und „Ich zerfick dich mit meinem Binnen-I“ steht hier auch noch, weil man es nicht oft genug sagen kann, genauso wie „Österreich, du dummes Huankind“. Weil es einfach mehr Mut zur Eskalation braucht und Menschen wie Stefanie Sargnagel und Filme über sie auch gleich.

DIE DVD

erscheint am 08.03.2022 im Handel!

Spieldauer: 84 Minuten
Sprache: Deutsch
Audiodeskription für Sehbeeinträchtigte
Untertitel: Untertitel für Hörbeeinträchtigte, Englisch
Bildformat: 16:9 (1,78:1)
Ton: Dolby Digital 5.1
Bonus (6 Min.): Trailer, Teaser, Musikvideo: Voodoo Jürgens feat. KMT – Taunzn

CAST
Stefanie Sargnagel, Thomas Grazer, Michael Ostrowski, Hilde Dalik, David Scheid
Alexander Jagsch, Voodoo Jürgens, Margarethe Tiesel, Christoph Krutzler, Claus Philipp, Veronica Kaup-Hasler, uvm.

Drehbuch & Regie
Sabine Hibler und Gerhard Ertl

Produzent
Arash T. Riahi

Koproduzenten
Sabine Hiebler, Gerhard Ertl

 

Text: Julia Pühringer / Filmladen Filmverleih
Foto & Cover: © Golden Girls Filmproduktion / Filmladen

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