Sommererwachen III:
Zeitgenössische Kunsttage im Schloss Drosendorf
Interdisziplinäre Kunst in historischer Kulisse
Vom 12. bis 14. Juni 2026 verwandelt sich das Schloss Drosendorf im nördlichen Waldviertel bereits zum dritten Mal in eine lebendige Bühne für zeitgenössische Kunst. Die Kunsttage „Sommererwachen III“ verbinden auf einzigartige Weise Film, Performance, Musik und Kulinarik im historischen Ambiente der Schlossanlage. Das Festival hat es sich zum Ziel gesetzt, anspruchsvolle, aktuelle künstlerische Positionen gezielt in den ländlichen Raum zu bringen und den Besucherinnen und Besuchern neue Perspektiven zu eröffnen.
Der private Raum als politischer Diskurs
Das diesjährige Filmprogramm stellt den privaten Raum – insbesondere die Themenbereiche Küche, Familie, Pflege und Körper – als dezidiert politische Sphäre in den Mittelpunkt. Gezeigt werden Arbeiten, die sich mit gesellschaftlich geprägten Rollenbildern, Care-Arbeit, weiblichen Zuschreibungen sowie Identität und Selbstbestimmung auseinandersetzen. Der inhaltliche Bogen reicht dabei von Robert Rotifers musikalischer Beschäftigung mit der „Frankfurter Küche“ über historische feministische Schlüsselwerke von VALIE EXPORT und Martha Rosler (angefragt) bis hin zu zeitgenössischen filmischen Positionen von Ji Su Kang-Gatto, Sophie Bösker, Anna Witt und Anke Armandi.
Performance, Live-Musik und gemeinschaftliches Erleben
Ergänzt wird das dichte Programm durch hochkarätige, ortsspezifische Kunst: Die Performance „on the tramp“ von Judith Augustinovič sowie ein Konzert der Wiener Formation „Großmütterchen Hatz“ setzen vitale Impulse vor Ort. Neben den künstlerischen Beiträgen lädt das Festival bei einem Open-Air-Kino, Publikumsgesprächen, einer gemeinsamen vegetarischen Tafel sowie einem sonntäglichen Frühschoppen im Schlossgarten und im Innenhof bewusst zum Verweilen, Genießen und zum direkten Austausch ein.
Veranstaltungs-Details:
12.–14. Juni 2026, Schloss Drosendorf (Waldviertel).
Info: www.schloss-drosendorf.com/sommererwachen
Bild: Sommererwachen 2025 © Gabriele Ruff